Sonntag, 2. August 2026

Sommerreise 2026

  

Sommerreise 2026. Abschluss

 

Das Fazit unserer Sommerreise ist positiv.

An- und Abreise

Da wir im Norden wohnen, ist die Anreise für uns vergleichsweise einfach und ließ sich sehr kurzfristig bewerkstelligen. Bei Anreise mit dänischen Nahverkehrszügen (GoCollective) ist auch keine langfristige Buchung nötig (und auch nicht möglich). Ein extra Fahrradtagesticket muss aber gebucht werden. Ich habe unsere Tickets auf dem Handy mit der App Rejebillet gebucht. Mit den Intercityzügen der dänischen Staatsbahn haben wir bis jetzt keine Erfahrung. Die Website sagt allerdings, dass in den Sommermonaten eine Fahrradplatzreservierung nötig ist. Und wenn man schon mit grenzüberschreitenden IC anreist, braucht man die sowieso.

An den kleinen Haltpunkten sind die Bahnsteige nicht im Niveau angepasst. Da muss man mit dem gepackten Fahrrad schon mal eine Stufe überwinden.

Wetter

Das Wetter ist so eine Sache. Diesen Sommer hat es gut gepasst und war das Mittel der Wahl, um der Hitzeglocke im Süden und der Mitte Europas zu entkommen. Wir haben aber auch schon auf unseren WetterApps Sommer gesehen, die sehr ungemütlich war.en

Aber wenn das Wetter passt, ist Dänemark ein Traum!

Wichtig ist auch immer die Windrichtung. Im Norden und Westen Dänemarks kann der Wind von vorn den Tourgenuss trüben.

Orientierung

Ich fahre gern mit Navi und studiere auch gern vorher die Karten. Aber Dänemark ist so gut organisiert, dass man auch nur nach Schildern fahren könnte. Alle Fern- und Regionalrouten sind so perfekt ausgeschildert, dass man sich als Radfahrer in Dänemark willkommen fühlt.

Danke Dänemark!

Übernachtung

Es gibt viele Zeltplätze in Dänemark, und dazu ist es gepflastert mit Sheltern und freien Übernachtungsplätzen für Wanderer und Radfahrer (App Shelter Denmark auf dem Handy)

Die Campingplätze in Dänemark sind etwas teurer als bei uns, aber meist sehr gut ausgestattet mit Küchen, Aufenthaltsräumen, oft auch ein Kiosk oder Imbiss, teilweise mit einem Supermarkt nebenan. Manchmal gibt es eine separate Zelterwiese.

Verpflegung

Verglichen mit Frankreich ist man in Dänemark natürlich in der kulinarischen Diaspora. Aber in den Küchen der Campingplätze kann sich jeder (nach entsprechendem Einkauf) nach seinen Bedürfnissen verwirklichen. Die Preise sind etwas über dem deutschen Durchschnitt.

Tourismus

Die Westküste ist sehr gut besucht, besonders von Deutschen. Da geht es in den Sommermonaten keineswegs ruhig zu. Im Inneren des Landes - z.B. am Limfjord - findet man noch große Ruhe und landschaftlich sehr schöne, einsame Gebiete.

Wenn dann die Sonne scheint, kann man die Natur und die Landschaft in vollen Zügen genießen.

Wegequalität

Manchmal muten uns die Radwegplaner Gravelstrecken zu. Der Schotter ist in Dänemark etwas gröber und macht das Radeln mit schwerem Gepäck manchmal beschwerlich.

Bezahlen

Fast überall kann man mit Karte bezahlen.

Im Landesinneren sind häufig kleine Selbstbedienungsstände z.B. mit Erdbeeren. Hier ist es gut, etwas Kleingeld dabei zu haben, die man in die bereitgestellte Kassette tut.

Cafés sind im Inneren des Landes dünn gesät.

Camping buchen

Campingplätze kann man – z. B. am Tag vorher – fast immer online buchen. Wir haben das gemacht, weil es uns ein sicheres Gefühl gab. Kommt man nur mit Zelt, ist aber sicher meist noch ein Plätzchen frei. Nur die populären Campingplätze an der Küste können schon mal ausgebucht sein. Da lohnt manchmal – wenn keine Buchungstool vorhanden ist - ein vorheriges Telefonat. Meist kann man sich auf Englisch verständigen.

Montag, 27. Juli 2026

Sommerreise 2026 (Schluss)

  

Heimreise

 

Am Morgen packen wir in Vejers alles in Ruhe zusammen und machen uns auf den Weg ins 24 km entfernte Varde.

Der stramme Westwind hilft uns wieder.

Heute also zurück nach Haus. Denn am Wochenende wird es ungemütlich hier oben.

In Varde machen wir beinahe einen Fehler: gewöhnt an die einsamen, personalfreien Bahnhöfe stellen wir uns zuerst in Varde-West auf. Der Zug, der hier fährt, würde uns allerdings nur zurück Richtung Küste bringen. Das merken wir dann aber, düsen durch die Stadt zum größeren Bahnhof, haben da etwas Wartezeit und können dann gemütlich in den Zug nach Tondern steigen. Es läuft wie gehabt: in Tondern umsteigen in die kleine Verbindungsbahn der NEG (sehr hoher Einstieg, aber der Zugführer hat eine kleine, klappbare Führungsschiene, sodass man die Fahrräder hochschieben kann).

In Niebüll gibt es dann einen Bahnsteigwechsel (Fahrstuhl). Der Zug nach Hamburg steht schon bereit; aber es ist genügend Zeit. Wegen der vielen Bahnbaustellen in HH fährt der Zug nur bis Pinneberg, wo wir dann in die S-Bahn umsteigen. Die letzten Kilometer pedalieren wir dann nach Haus: alles lief sehr geschmeidig.

Die dänischen Fahrkarten habe ich wieder problemlos mit der App Rejsebillet gebucht (für 2 Personen und 2 Fahrradtagestickets des Bahnunternehmens GoCollective). Das Deutschlandticket gilt ab Tondern.  Für den deutschen Teil mussten wir lediglich eine Fahrradtageskarte lösen.

 


 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Sommerreise 2026 (14)

Gestern waren wir ja schwer begeistert von dem 30 km langen Radweg durch die Dünenheide, diesem langen, geschwungenen Radweg mit den Aufs und Abs. Da kann ja weiter nichts besseres kommen!

Aber weit gefehlt:

Die heutige Route über Nymindegab und Henne nach Vejers war mindestens genauso schön und dazu sehr abwechslungsreich: Dünental im Mündungsgebiet des Mindestroms, Bahntrasse, hinter Henne wunderschöne Wege durch Wald und weite Dünenheideflächen. Alles auf der nationalen Route 1, der Vestkystrouten. 

 












Vejers wird unsere letzte Station sein: morgen radeln wir nach Varde und werden den Zug nach Tønder entern, von wo es dann weiter geht nach Haus!
 


Mittwoch, 22. Juli 2026

Sommerreise 2026 (13)

Am Anfang des Tages stehen viele Fragen:
Wird das Wetter halten oder kommt Regen? Morgens drohen düstere Wolken und es gibt Sprühregen. Die Windstärke ist mit 46 km/h aus Nordwest angegeben. Wird es uns von Rad fegen?
Es wendet sich alles zum Guten: der Wind kommt schräg von hinten und gibt uns Schub, später kommt die Sonne heraus. Wie mörderisch der Wind ist, merken wir, wenn uns unser Weg mal kurz in westliche Richtungen führt. Aber meist geht es auf dem Nordseeküstenradweg südwärts wie geplant.
Am Anfang 12 km Schotterweg in schöner, flacher Landschaft. Mühsam, aber der Wind hilft.
 









Danach geht es in Søndervig auf die Landenge zwischen Meer und Ringkøbingfjord. Man hangelt sich durch die Ferienhaussiedlungen und ist dazwischen für 30 km auf einem Radweg in allerschönster Dünenlandschaft - kurz unterbrochen vom Touristenhotspot Hvide Sande.

















Das hier übertrifft Sylt bei weitem!
Wenn die Sonne auf die Dünenheide scheint, sendet sie ihren Duft aus und erinnert an unbeschwerte Kindheitsferien, als das Wort Dänemark gleichbedeutend war mit Paradies…
Am Ende der Landenge in Bjerregård liegt unser vorgebuchter Zeltplatz.



Sommerreise 2026 (12)

Dienstag
Heute habe ich nicht so gut geschlafen und bin vormittags etwas angeschlagen. Nicola dagegen hat das Tief von gestern überwunden.
Es gibt wieder ein hervorragendes Frühstück vor dem Zelt mit Blick auf den Fjord. Der Platz für die Zelter ist gut ausgesucht und urromantisch.



Wir schaffen knapp die Fähre um 9.30 Uhr über den Hvalpsund. 




Bis Skjern haben wir gemischtes Straßenprogramm; die letzten 13 km auf einer wunderbaren Bahntrasse, die uns fast direkt zum Bahnhof führt. (30 km)

Die Bahnfahrten mit 2x Umsteigen laufen angenehm und bescheren uns eine verlängerte Mittagspause.
(Die Fahrkarten buche ich auf dem Handy mit der App Rejsebillet.) 

Um 15 Uhr in Ulfborg beginnt dann die wahre Ptüfung: 17 km bei sehr starkem Gegenwind zum Campingplatz Vedersø Klit.
Der Zeltplatz ist ein Massending und wenig kuschelig; aber ab 22 Uhr wird es tatsächlich ruhig und wir schlafen tief, fest und lang.

Montag, 20. Juli 2026

Sommerreise2026 (11)

Sonntag
Gestern hatten wir schon ein bisschen gepackt, beschlossen dann aber nach dem Frühstück, noch einen weiteren Tag in Nibe dranzuhängen. Zwar hätten wir mächtig Schiebewind gehabt, aber der immer wiederkehrende Sprühregen hätte uns den Spaß verdorben.










…und dann zum Untergang ließ sich die Sonne noch kurz blicken…😊
Montag
Und das war gut so: denn heute bei Sonnenschein fuhren wir durch soooo schöne Landschaft, der Schiebewind war noch da und die ersten 25 km auf einer alten Bahntrasse hatten wir ganz für uns allein. 
Der Rest nach Hvalpsund war gemischtes Programm:
bisschen Radweg an Hauptstraße, einsame Landstraßen und zum Schluss noch einige heftige Steigungen. Unser Zelt dann auf einem Familiencampingplatz in erster Reihe mit tollem Blick auf den Fjord, aber auch mit vollem Wind!
In Hvalpsund ist eine Fjordenge mit einer Fähre zur anderen Seite.
Wir starren immer auf die Windvorhersage und passen unsere Route so an, dass wir den Starkwind nicht von vorn haben.
Unser Plan für morgen: 
Nach Skive, zum Teil auf Bahntrasse, dann mit Nahverkehrszügen nach Ulfborg und dann noch ca 17 km nach Vedersøklit zum Nordseeküstenradweg.
Wieweit wir den nach Süden verfolgen, hängt vom Wetter ab.






Samstag, 18. Juli 2026

Sommerreise2026 (10)

Tenperatursturz: morgens 15 Grad und extrem windig.
Immer wieder flöhen wir die WetterApps, um zu schauen, ob wir morgen weiterfahren können: es ist noch unentschieden.. 
Der vorläufige Plan: wenn es geht, wollen wir den Nordwind nutzen und (für zwei Tage?) nach Süden fahren - ev ein kleines Stück mit der Bahn - und dann auf dem Westküstenweg nach Süden… mal sehen…

Heute waren wir zu Fuß in den Ort zum Einkaufen und zum Hafen zum Eisessen gegangen. Nachmittags gab es etwas Regen und der Wind wuchs auf Sturmstärke. Den Sturmtest hat das neue Zelt nach weiterem Abspannen auch bestanden.
Gekocht wurde heute wieder in der Campingplatzküche…. 








Freitag, 17. Juli 2026

Sommerreise 2026 (9)

Heute war das Wetter zweigeteilt. Deswegen haben wir eine zauberhafte Tour um den Sebbersund gemacht (25 km). Wenn Dänemark Sommer hat, dann ist die Landschaft hier be-zau-bernd! Und Blumen und Pflanzen an den Wegrändern betören einen mit ihrem Duft: so riecht der SOMMER! Die Strecke auf der einen Seite des Sunds war einsam auf Feldwegen, und zurück auf einer Bahntrasse durch die Natur: wunderbar. Danach Relaxen und Pool. Nach der Verpflegungspause dann im Imbiss warteten wir auf das Gewitter. Unser neues Zelt hatte die Regenprüfung noch nicht abgelegt: bestanden!
Das Gewitter verbrachten wir im Aufenthaltsraum,
gekocht wurde Abends in der Küche. 
Morgen wenig Regen; aber Sonntag soll es mit Macht kommen: warten wir es ab!







Smørrebrød mit dem Namen Stjerneskud