Elbe - Lübeck Kanal
Gegen Ende September kommt die „Panik“ auf, dass nicht mehr viele schöne Tage bleiben, bevor die touristische Fahrradsaison zu Ende geht.
So habe ich mich letzten Mittwoch auf den Weg gemacht, den Elbe-Lübeck-Kanal zu erkunden: ein Plan, der schon lange bestand.
Manche finden es ja monoton, immer an einem Kanal entlangzufahren. Ich dagegen schätze die Motorverkehrsfreiheit auf einem Treidelpfad und hoffte auf beglückende Natur.
Anders als der öde Elbe Seitenkanal ist der Elbe-Lübeck-Kanal älter und an den Rändern wunderbar zugewachsen. Er passt nicht zu den meisten modernen Formaten der Industrieschifffahrt: deswegen ist es ruhig dort. Meist fahren nur Sportboote durch diese Verbindung von der Elbe zur Ostsee.
Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen: der Weg hat eine wassergebundene Sanddecke, lässt sich gut befahren und ist wesentlich abwechslungsreicher, als ich vorher dachte, weil der Kanal ab und zu durch oder neben Seen verläuft.
Es ergab sich, dass ich schon einen frühen Zug von Hamburg nach Büchen nehmen konnte und startete so um 8.30 Uhr meinen Parcour. Die Morgensonne schien aufs Schönste auf die Felder und Wasserflächen und beleuchtete den Tau und den aufsteigenden Dunst der Wasserfläche.
Jetzt – Ende September – war nichts los auf dieser schönen Verbindungsstrecke. Aber natürlich hatten die spärlichen Einkehrspots so früh, an einem Werktag und um diese Jahreszeit nicht geöffnet.
So fuhr ich mit einigen kleinen Pausen durch bis Lübeck, wo dann „der Bär steppte“.
Die schöne Herbststille - immer von wieder von Kranichrufen und -sichtungen unterbrochen – erfreute mein Herz.
In Lübeck dann – man kennt es schon von mir – gab es einen Kaffee und ein Stück Lübecker Nusstorte im Arkadencafé Niederegger. Wenn ich schon mal im schönen Lübeck bin, ist das bei mir ein Muss!
Die Regionalbahn und das Deutschlandticket brachten mich dann bequem wieder zurück nach Hamburg.
55 km




