Donnerstag, 12. März 2026

Radfahren auf Mallorca

  

Mietrad auf Mallorca

 

In jedem größeren Küstenort und einigen inneren Inselorten auf Mallorca gibt es einen Fahrradverleih – denn Fahrradsport auf Mallorca boomt schon lange. Radsportferien sind eine richtige Industrie geworden mit Komplettpaketen in Radfahrerhotels.

Neben den klassischen Rennsporträdern werden aber auch immer, immer mehr die anderen Fahrräder angeboten – und insbesondere die E-Bikes. Mit letzteren hat man eine ganz neue Klientel erschlossen. Dazu gibt es Anbieter, die – gegen Gebühr meist – die Fahrräder auch auf die Ferienfinca liefern und wieder abholen.

Fahrradferien: sicher nicht die schlechteste Art Tourismus.

Ich kann hier keinen Überblick über die Verleiher geben. Den kann man sich im Internet holen.

Das Herz der Radsporturlauber schlägt in Playa de Muro und Ca´n Picafort.

Wir haben unsere E-Bikes im Internet reserviert und bezahlt und dann dort abgeholt.

Für die 8 Tage wurde ein Preis von 27 Euro pro Tag fällig – pro Rad!  Ein einzelnes Rad war damit teurer als unser Mietauto (in dieser Jahreszeit).

 

Die Übergabe war unproblematisch: Pedale und Sattel wurden ausgesucht, der Akku war aufgeladen, die Ladegeräte ausgehändigt, und los ging die Fahrt. Breite Stollenreifen machten das Befahren der nahen Albufera zu einem unproblematischen Vergnügen.

In den folgenden 7 Tagen sind wir immer unterwegs gewesen auf unbekannten Wegen – ohne Rücksicht auf Bodenbeschaffenheit und Steigungen: schön wars!

Und das Umsteigen in der zweiten Woche auf unsere (Normal-)Rennräder war kein Problem: wir waren nicht „verdorben“.

 

Zur Abgabe sind wir wieder durch die Albufera gefahren: der vorausgegangene Regen hatte Pfützen und schlammige Wege hinterlassen. Dadurch waren die Räder natürlich nicht die saubersten. Aber das war offensichtlich kein Problem für die Verleiher: einfach übergeben und fertig ist.

 

P.S. Wir sind mit einem Privatwagen zur Verleihstation gebracht/abgeholt worden.  Aber zur Playa de Muro und Ca´n Picafort kann man auch gut mit dem Bus (und auch mit dem Flughafenbus) gelangen.

https://ebike-mallorca.com

 

 

  



 
 

 

 

 

 
 
 

Samstag, 7. März 2026

Radfahren auf Mallorca

  

Lieblingsrunde

 

Gestern haben wir in einer längeren Regenpause noch einmal unsere Lieblingstour nach Llubi gemacht. Da ist an Landschaft dann alles dabei. Pause wie immer im S´Acoustic Café auf dem Kirchplatz in Llubi. Aber seht selbst:

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Radfahren auf Mallorca

  

Runde Selva – Lloseta – Alaró

 

Mit unserer „Maschine“ haben wir die Runde, die ich schon zweimal beschrieben habe, noch einmal gemacht – jetzt von unserer Homebase aus. Der Pass ist mit elektrischer Verstärkung kein Problem – eher „ein Klacks“. Außerdem können wir längere Strecken zurücklegen und sind auch schneller.  Da wir an Geschwindigkeit herausholen, was herauszuholen ist (Geschwindigkeitsrausch), werden die Beinchen trotz elektrischer Unterstützung kräftig bewegt und damit  trainiert. Und bei schneller Fahrt geht auch der Kreislauf in die Höhe: das gibt auch einen (milden?) Trainingseffekt. Wir machen uns also zum Beginn der Fahrradsaison trotz E-Bike bereit für das weitere Radeln dieses Jahr. 

(Wir planen schon eifrig unsere Sommerreise mit Zelt und Fahrrad in der Bretagne) 

Allerdings: das Normalrad (ohne elektrische Unterstützung) zeigt einem in bergigem Gelände gnadenlos die eigenen Grenzen auf - eigentlich ganz gesund......  Aber das mag nicht jeder; auf dem E-Bike kann man diese Grenzen einfach wegschalten..... 


Das Wetter ist ja trüb in diesem Frühjahr hier auf Mallorca, aber der Landschaft nimmt das nicht die Großartigkeit – vor allen Dingen, wenn man die kleinen, versteckten Sträßchen wählt. Der Frühling hat die Weiden schon mit einem grünen Teppich bedeckt, die vielen gelben Blumen blühen wie verrückt, der silbrige Affodil steckt seine Blütenkerzen millionenfach in die Luft , der Weißdorn und die wilden knoblauchartigen  Lilien am Wegesrand fangen an zu blühen und die wilden Gladiolen sind kurz davor.....Das Wolken-Sonnegemisch hüllt die Landschaft in eine tolle Schlaglichtbeleuchtung. 

Diese Tour nach Alaró ist wirklich ein Highlight! Ich verlinke unten noch den anderen Blogbericht dazu: da war mehr Sonne für die Fotos!. Den starken "Gegensturm" auf dem Rückweg federte die elektrische Verstärkung ab....

Eingekehrt sind wir wieder im SIS Market Café: eine modernere Variante der üblichen Cafés mit interessanten Speisen, aber auch höheren Preisen.

Einen weiteren Kaffee gab es dann noch oben auf dem stimmungsvollen Platz an der Kirche in Selva, den wir auch auf Berg-und-Tal-Wegen erreichten. Mit E-Bikes hat man einfach noch mehr Auswahl an Wegen.


 
 
 
 

 
 
 


 53 km
 
 
 
 
 

 

Sonntag, 1. März 2026

Radfahren auf Mallorca

  

Upgrade

 

Der Radreiseblog ist aus dem Winterschlaf wieder erwacht.

 

Und wieder einmal sind wir in den Schulfrühjahrsferien, die in Hamburg dieses Mal sehr früh liegen, nach Mallorca gereist. In früheren Jahren hatten wir meist eine Woche Frühlingswetter, die zweite Woche wurde dann meist schon recht sommerlich.

Das trifft dieses Jahr auch zu – naja, nur teilweise….

Eine Woche Frühling und die zweite Woche soll dann  Schietwetter kommen. Naja, warten wir es ab!

 

Ich bin ja inzwischen als Experte für Genussradeln auf Mallorca bekannt. Das heißt, dass ich Wege auf kleinen Nebensträßchen aussuche und schwierige Anstiege vermeide bzw auslasse – eben damit das Radeln ein Genuss wird.

Das diesjährige Upgrade besteht darin, dass eines meiner Geburtstagsgeschenke eine Woche E-Bike  radeln auf Mallorca war.

Die Maschinen stehen jetzt auf dem Hof und wir nutzen sie auch gerade kräftig aus. Jetzt können wir uns einmal an die schwierigen, steilen Strecken wagen, ohne uns zu verausgaben.

Da ergeben sich neue Perspektiven und ungewohnte Ausblicke.

Im Nachfolgenden Fotos dazu:

 
 
über Ullarò nach Campanet 
  
 
Blick von Campanet hinunter in die Ebene 
unser sonntägliches Ritual: die Ensaimada auf dem Markt in Sa Pobla

 

Sonntag, 16. November 2025

Radfahren auf Mallorca

 

Goldener Herbst auf Mallorca

 

 

Nach den Anfang Oktober niedergegangenen – teilweise sintflutartigen - Regenfällen auf Mallorca war die Insel wieder wunderbar grün. Der Rest des Monats bescherte uns wunderbares Radfahrwetter: warm, aber nicht zu heiß, wenig Wind. Die bereits schräg stehende Sonne tauchte die Landschaft in ein wunderbares Licht und ließ morgens den Tau auf den Wiesen und Weiden glitzern. Ein Glücksgefühl - wirkliches Radeln für die Seele – erfasste uns, wenn wir morgens z. B. nur mal die kurze Strecke zum ersten oder zweiten Frühstück ins Nachbardorf radelten…

 

Nachzutragen ist noch eine längere Tour: mein vorerst letzter Beitrag für das Magazin Mallorca Resident:

 

Von Santa Maria nach Sineu

Die Tour geht zuanfangs 12 km in flachem Gelände auf einer Fahrradstraße durch die Ebene und streift danach auf der Archäologischen Route einige Attraktionen aus der Eisenzeit.

 

Da ich diesen Herbst keinen Leihwagen mit Fahrradtransportmöglichkeit zur Verfügung hatte, bin ich von meinem Dorf nach Inca geradelt, um da die Bahn zum Startpunkt Santa Maria zu erwischen. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos und in den meisten Zügen erlaubt (siehe Fahrplan). Fahrkartenerwerb ist supereasy und ruckzuck: man hält seine EC- oder Kreditkarte an den Scanner und hat Zutritt. Am Zielbahnhof macht man das Gleiche, um den Bahnsteig verlassen zu können. Das Fahrgeld wird dann vom Konto eingezogen.

 

Am Startpunkt Santa Maria bin ich dann erst einmal ins Zentrum geradelt und habe im Café Comerç als Anfangsverstärker einen Kaffee und die dort gute Ensaimada bestellt: ein verheißungsvoller Anfang.

Im flachen Teil (12 km) hatte ich dann auch noch Rückenwind: ich kam mir vor wie ein Rennradsportler. Im pittoresk renovierten Weiler Biniagual .....

 




.....einmal rechts abgebogen kommt man am Ende des Sträßchens rechterhand - unterhalb von Sencelles - zu einer großen Brunnenanlage und einer kleinen Steinbrücke über einen Bachlauf. (Pou Major: dieser gehört noch nicht zur Archäologischen Route, ist aber auch sehenswert.)

 


Dann geht es hinauf nach Sencelles (gut machbar!). Am hinteren Ende des Ortes kann man in einer kleinen Höhle eine frühzeitliche Begräbnisstätte erkunden. 

 

 

Danach dann geht es wieder auf verschwiegenen Fahrradstraßen durch schönste Landschaft – flankiert von alten Trockensteinmauern. Das ist wirklich Radeln für die Seele! 


 

In Binifat kann man die imposanten Reste eines alten Wohnturms (Talaiot de Binifat)) besichtigen.

 

 

Danach geht es vor Costix zu einer alten Kultstätte (Son Corro), wo in früheren Zeiten dem Stiergott gehuldigt wurde. 

 

 

In Costix selber auf dem Marktplatz kann man dann dem Pausengott huldigen…

Auch hinter Costix bleibt der Naturgenuss: es geht in ein Seitental hinein. Diess geht gewunden erst ein wenig abwärts mit wunderbaren Ausblicken und auch ein Stückchen aufwärts, ...

 



.....bis wir nach 3,5 km zur Ma-3011 kommen, die uns in einer langen Geraden bis nach Sineu bringt. Es ist nicht der höchste Radelgenuss, auf einer Hauptstraße zu fahren. Aber wir werden versöhnt durch die ständige Abwärtstendenz, die uns die 4 km blitzeschnell und mit guter Laune hinter uns bringen lässt.

Ja… und in Sineu herumzustöbern, durch die engen Gassen zu schieben, ev noch einmal einzukehren: das macht richtig gute Laune. (Den Mittwoch sollte man meiden, denn da ist es sehr voll wegen des großen Marktes).

 




 

Den Rückweg nach Inca habe ich dann wieder mit der Bahn angetreten.  



 33 km...und hier geht es zum Track!