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Freitag, 20. September 2019

Abkürzung


Bloggebrauch

Wenn man einen Reiseblog nicht täglich in der Entstehungszeit liest, sondern hinterher die Texte als Geschichte von Anfang an lesen möchte, kann es bei einer so langen Reise wie meiner letzten ziemlich mühselig werden.
17 Mal herunterscrollen und den Button „Ältere Posts“ anklicken wäre bei Hamburg - Lissabon nötig, um zum Anfang zu kommen.
Ich habe mir jetzt eine Abkürzung ausgedacht:
Man klickt untenstehenden Link an und ist damit am Anfang der Reise, am ersten Tag.
Nach dem Lesen klickt man dann - unten angekommen -  einfach auf den Button „Neuerer Post“ und kommt dann einen Tag weiter.

Wenn man des Lesens müde wird, kann man die Adressleiste im Browser kopieren, irgendwo abspeichern und beim nächsten Lesen einfach wieder in den Browser einsetzen. Dann ist man da, wo man beim letzten Mal aufgehört hat und verfährt dann mit dem Weiterlesen so wie vorher....

hier Klicken für Tag 1 der Reise Hamburg-Lissabon 

Donnerstag, 19. September 2019

Video


Hamburg – Lissabon: Video 1. Teil

Dieses Video stand noch aus. Ich habe jetzt endlich das kritische Musikstück ausgetauscht und den Film noch einmal durch die Fertigstellung gejagt.
Voilà!

            

Montag, 20. Mai 2019

Der Track?


Hamburg – Lissabon:
der Track?

Normalerweise veröffentliche ich ja die Tracks meiner Reisen und lege sie in meiner Dropbox ab zur gefälligen Bedienung für Interessierte.
Bei dieser Reise bin ich auch mit einem fertigen Track gefahren, habe ihn allerdings vor Ort variiert.
Hinterher habe ich ihn noch angepasst an den tatsächlichen Verlauf der Reise.
Es gab einige wenige Abschnitte, die ich nicht so ideal fand.
Deswegen habe ich Hemmungen, den Track ohne Kommentar zu veröffentlichen.
Wer also Interesse hat, eine Teilstrecke oder gar die ganze Strecke nachzufahren, schreibe mich doch einfach an unter radreiseblog@gmx.de.
Dann habe ich die Chance, zurückzuschreiben und einen Kommentar dazu zu fügen.
Ein Leser mit dem Namen Bikeusurf hat ja schon danach gefragt......

Freitag, 3. Mai 2019

Spätfolgen?


Spätfolgen?

Routinemäßig habe ich Helga, mein Norwid Fahrrad, zur Inspektion gebracht, um es fit für den Sommer und die anstehende Fahrradreise zu machen.
Ich wies den Schrauber darauf hin, dass mir eine Speiche geknackt war auf dem langen Törn von Hamburg nach Lissabon und er sich das Hinterrad einmal angucken soll, um es ggf neu zu zentrieren.
Dabei stellte sich heraus, dass die Felge an den Speichenösen mehrfach kleine Risse zeigte: also höchste Zeit, sie auszutauschen.
Man kann jetzt darüber spekulieren, ob das normaler Verschleiß nach 23.000 km ist oder auf die besondere Belastung mit Gepäck auf den Holperwegen, die ich auf der Reise teilweise gefahren bin, zurückzuführen ist.
Wahrscheinlich ist es ein Kombi aus beidem. Das Rad ist jetzt schließlich schon 10 Jahre alt.
Ich bin den wirklich professionellen Schraubern bei Radsport Von Hacht dankbar, dass sie so genau drauf geguckt haben.



Da die speziellen Speichen, die Roloff vorschreibt, erst bestellt werden mussten, bin ich jetzt eine Woche auf dem Gudereit Fahrrad meines Sohnes gefahren.
Das Gefühl, dann wieder auf dem vertrauten, gut angepassten Rad zu sitzen, ist wie ein „Nach-Hause-Kommen“.

Ich freue mich auf die neue Fahrradsaison.

Dienstag, 30. April 2019

Reisevideos


Videos

Die Filme zur Reise kommen in 8 Teilen.
Bis auf Teil 1, an dem ich noch Änderungen vornehmen muss, sind jetzt alle online und auf youtube oder auf der Videoseite dieses Blogs zu besichtigen.

Samstag, 2. März 2019

Filmvorführung in Lübeck


Premiere der Reisefilme
in Lübeck

Am Donnerstag, dem letzten Tag im Februar, hatten meine Reisefilme Premiere: beim ADFC Lübeck in dem wunderbaren Saal der Jugendherberge. Man darf einmal wunderbar sagen, weil er sich so gut eignet für solche Veranstaltungen. Hier also an dieser Stelle noch einmal Dank an die Leitung der Jugendherberge. Dieses Jahr gab es sogar von Jugendherbergsseite einen kleinen Getränkeverkauf.
Ich war bereits das vierte Mal zu den alljährlichen Reisereportagen da und schon fast ein alter Bekannter. Jedenfalls wurde ich herzlich begrüßt.
Wie das so ist bei Bilder- und Filmabenden: es stellen sich erst einmal technische Hindernisse ein. Frühmorgens bei mir zuhause mit der Festplatte, und dort am Abend der Kampf mit dem Beamer. Beide Kämpfe haben wir dann erfolgreich gewonnen – so stand der Präsentation nichts mehr im Wege.

Für Lübeck hatte ich aus den Langfassungen Kurzfassungen gebastelt: ein Vorgang, der einem immer das Herz bluten lässt, weil man von vielen Lieblingsbildern und Videosequenzen Abschied nehmen muss. Und was heißt schon Kurzfassung: heraus kamen immerhin noch 1 Std 25 Min. So schlug ich eine Pause in der Mitte vor, was dramaturgisch sehr gut kam: der Kontakt mit den Besuchern war zu diesem Zeitpunkt intensiver als beim Eintreffen. Sicher half auch die kleine Süßigkeit nach - der Portwein - den ich dort ausschenkte.

Für die Präsentation gab es am Ende dann donnernden Applaus, wofür ich mich an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich bedanke!

In Hamburg werden im April an zwei Dienstagen die Langfassungen gezeigt werden:
Teil 1 am 16.April um 19 Uhr, von Hamburg bis nach Südfrankreich,
Teil 2 am 23 April um 19 Uhr, durch Spanien und Portugal nach Lissabon
....wie immer in der Geschäftsstelle des ADFC Hamburg in der Straße Koppel.
In Hamburg steht uns nur ein Seminarraum zur Verfügung mit ca 40 Plätzen.
Da man nie weiß, wie viele Besucher kommen werden, garantiert frühes Eintreffen einen Sitzplatz.
Ich werde sicher wieder in der Lage sein, mein legendäres Minicatering anzubieten, so dass die Wartezeit nicht langweilig wird, sondern zu interessanten Gesprächen führen könnte mit Gästen, die die Leidenschaft für Radreisen mit mir teilen.


          


         
...ein Gang durch die bereisten Länder:
Pumpernickel aus Deutschland
Waffeln aus Belgien
Käse aus Frankreich
Wurst aus Spanien
Portwein aus Portugal

Die öffentlichen Fassungen der Filmteile muss ich - um sie bei youtube hineinstellen zu können - erst noch herstellen....

Donnerstag, 21. Februar 2019

Filme Hamburg - Lissabon


Die Filme sind fertig


Endlich sind die Filme zur Reise Hamburg - Lissabon fertig. Es hat eine Weile gedauert, dass ich mich dem reichlichen Material widmen konnte.

Ich habe erst einmal eine Langfassung hergestellt, da es schwierig ist, die vielen Lieblingsbilder und Lieblingsvideoclips auszuklammern.
Erst danach habe ich eine Kopie gemacht und den schmerzhaften Prozess des Kürzens vorgenommen.
Jetzt gibt es eine „Kurzfassung“ (1Std20), die nächste Woche Donnerstag auf einem Vortragsabend beim ADFC Lübeck gezeigt werden wird. Ich freue mich sehr, dass die Lübecker mich wieder eingeladen haben. Das Setting in dem großen Saal der Jugendherberge ist wunderbar: genügend Platz für Zuschauer und Referenten, ein gut funktionierender Beamer mit Ton und eigentlich immer ein nettes Publikum.

Ein Termin für Hamburg wird in Kürze vereinbart werden.

Ende März werde ich die Kurzfassungen auf youtube stellen können und dann mit dem Radreiseblog verlinken. Vorher muss ich bei den Musikeinspielungen noch Änderungen vornehmen.
Also alle, die in Lübecks Nähe sind oder Zeit und Lust haben, eine Anreise in Kauf zu nehmen, sind herzlich eingeladen.




Dienstag, 18. Dezember 2018

Das Paket ist da!


Das Paket ist da!

Am 12. September hatte ich ja einen Teil meines Fahrradgepäcks zurück nach Haus geschickt: die ganze Campingküche und die Vorderradgepäcktaschen. Ich habe ja darüber geschrieben. Heute geht es darum, welche Irrungen das Paket genommen hat.

Die gute Nachricht zuerst: das Paket ist dann Mitte November hier angekommen.
Das Problem war – wie so oft – dass der Paketzusteller niemanden zuhause angetroffen hat und es aber versäumt hat, eine Benachrichtigung zu hinterlassen. Das Paket wurde dann gelagert und nach Ablauf der Lagerfrist zurück nach Frankreich geschickt.....aber wohin? Es hatte ja keinen Absender, nur die Angabe: Herbert Rönneburg, en voyage.
Das war sicher nicht die schlaueste Idee von mir.
Als ich zurück war, musste ich erst einmal herausbekommen, wer denn der deutsche Partner von colissimo, dem Paketdienst der französischen Post, ist: DHL. Dann konnte ich mit der Sendungsnummer die Sendungsverfolgung starten: da stand dann, dass es nach Frankreich zurückgeschickt worden ist an den Adressaten. Sehr witzig!
Die DHL konnte nicht herausfinden, wo das Paket jetzt war: der Computer war wohl nicht grenzüberschreitend programmiert. Wir haben dann die französische Post angeschrieben, die sich Anfang November meldete und zusicherte, dass sie sich kümmern wollen. Die Nachforschungsstelle musste erst einmal herausfinden, wo das unzustellbare Paket denn gelagert wurde. Man denkt, dass das im Computerzeitalter eine Sache von Sekunden ist; aber dem war wohl nicht so.




Also beim nächsten Mal werde ich die Sendungsnummer gleich nach Haus durchgeben, so dass man den Status des Pakets immer verfolgen kann und auch ohne Benachrichtigung das Paket vom Lager abholen könnte. Und ich werde als Absender eine deutsche Zweitadresse angeben für eine zweite Zustellchance, sodass im Falle des Ablaufs der Lagerfrist das Paket nicht wieder zurück ins Ausland transportiert wird.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Rückkehr

Rückkehr
Helga und ich sind heil zuhause angekommen. Helga muss noch von dem feinen weißen Staub befreit werden, der sich in jede Ritze des Fahrrads gesetzt hat.
In Kürze schreibe ich noch einen Abschlussbericht. Ich bitte um etwas Geduld.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Lissabon - Flug - Hamburg

Mittwoch, 17. Oktober 2018/ Tag 80: Finale!



Gestern fanden dann meine kontemplativen Feierstunden noch ein unbequemes Ende:
Es wurde dunkel, der Martini war ausgetrunken, das Fahrrad fertig gepackt, das übrige Gepäck bereits sortiert, ich ging ins Appartement, um noch die kleine Spaghettiportion zu machen - wie geplant. Die Tomatensauce köchelte schon: da fiel der Strom aus - nur in meinem Appartement.
Normalerweise macht man dann die Verbraucher aus und geht zum Sicherungskasten und schiebt die Sicherung wieder rein. Da war aber keine Sicherung rausgeflogen.
Diogo, den ich dann anrief, wollte es erst nicht glauben und verlangte ein Beweisfotos.
Er musste dann doch noch kommen und konnte das Problem auch nicht lösen. Er gab mir dann Appartement Nr 4 zum Duschen und Schlafen.
Ich hatte noch Brot: das konnte die Spaghetti ersetzen..
Erst Sandra konnte heute morgen die Ursache finden:
offensichtlich hängt der ganze Strom in 5 an einer einzigen Leitung in 8. Dort konnte Sandra eine Sicherung wieder einschalten und danach war auch wieder Strom in 5. (Dies ist die Kurzfassung des Malheurs.)
Ein echter Fall von schlampiger Installateurarbeit....






Taxifahrer Bruno kam wie bestellt um 13.30 Uhr: ich habe reichlich großzügig disponiert, weil ich immer mit nicht vorhersehbaren Schwierigkeiten rechne. Viel Zeit einplanen heißt ruhig reisen.


Ich hatte das Paket schon die Treppen hochgewuchtet.
Dieses Viertel liegt auf einem der Hügel, die Häuser sind am Hang gebaut: es geht entweder auf oder ab. Auch viele Zugänge zu den Häusern gehen auf oder ab..
Bruno hatte sich den Opel Combo von seinem Vater geliehen- ein ähnliches Modell wie der VW Caddy. Paket hinten rein und fertig: wunderbar!
Auf dem Flughafen wurde dann der Weg vom Auto bis zum Sperrgepäckschalter ein Hindernisparcour:
das Paket quer auf dem Trolley ermöglichte die Sicht nach vorn; einige Zugänge jedoch und die Rampe in ein höheres Stockwerk erforderten eine senkrechte Position - und dann war keine Sicht nach vorn.....
Nachdem das Gepäck abgeliefert und die Sicherheit durchschritten ist, meine Hände und Gürtel mit den Drogen- oder Sprengstoffschnüffelstreifen gecheckt worden sind (ich sehe ja auch sowas von gefährlich aus...), der nicht zu vermeidende Gang durch die Parfümerieabteilung durchlitten ist, kann ich mich entspannen und gucken, dass ich was zu essen bekomme: der Tag wird noch lang!
Der Rest ist Warten.
Abflug ist 18 Uhr Ortszeit.



Dienstag, 16. Oktober 2018

Lissabon

Dienstag, 16. Oktober 2018/ Tag 79

Heute morgen wieder kurz um die Ecke zum Minimarket, um Brot zu holen fürs Frühstück: herrlich.
Gewohnheiten bilden läßt einen kurz in die Illusion versinken, dass man hier wohnt. So liebe ich es!


Aber die Realität ruft: die Jagd nach dem Fahrradkarton. Der Fahrradladen am Bahnhof hat keine. Unten in der U-Bahn verlängere ich meine Tageskarte um weitere 24 Stunden und mache anscheinend alles richtig am portugiesischen Automaten (Gewohnheiten bilden!) und fahre (mit Umsteigen!) zum Cais do Sodré. 






Bikeiberia - lieber Udo - hat auch nichts. Etwas weiter oben ist noch ein Laden und Verleih: der hat einen, hängt aber die Latte hoch!
Er sei busy, könne aber in der Mittagspause ins Lager gehen und einen holen; normalerweise würden sie die verkaufen...Klar, er merkt meine Bedürfnislage und treibt den Preis in die Höhe: 20 Euro! Ich habe keine Wahl...
Aber die Jagd ist erst einmal beendet.

Den Karton werde ich gegen 16 Uhr abholen und muss jetzt umdisponieren: wieder einmal ist meine "berühmte" Flexibilität gefragt!

Ich gehe zurück zum Cais und kaufe eine Rückfahrkarte für die andere Seite: das sind 10 Minuten Überfahrt in wieder einem geschlossenen Schiff.






Drüben angekommen wäre es jetzt der Ort - lieber Olaf - für die Nummer mit den Sardinen, dem Wein und dem Sonnenuntergang.
 
Nun - mit dem Sonnenuntergang wird es nichts und mit den gegrillten Sardinen auch nicht, aber der Wein steht schon mal da.....und dann kommen Lachs und Schwertfisch...






Moderne Küche, Schwertfisch optimal gegart.
Als Berater fürs Würzen allerdings hätte man hier in Portugal noch eine Menge Arbeit....




Das Schöne an meinen drei Tagen Lissabon ist: ich muss keinem Vollständigkeitswahn huldigen, ich muss mich nicht hetzen; ich kann mich treiben lassen....
Im nächsten Jahr werde ich mit Nicola zu einem Städtetrip hierher zurückkehren.


....und - Olaf - das mit dem Wein schon am Mittag ist dem Abschied, dem letzten Tag geschuldet....
Und was Du jetzt nicht siehst: nach dem Nachtisch gibt es einen White Port...


Der Karton in der U-Bahn incl. Umsteigen

...und zum Abschluss der Verpackungskampf:
Diago - so heißt der Schrauber - gibt zusammen mit seinem Kumpel dann doch die Zurückhaltung auf, erkundigt sich nach der Reise und - was nahe liegt - nach dem Fahrrad, gucken sich die Norwid Website an und sind beeindruckt. Jedenfalls werde ich jetzt für voll genommen.




Diago begleitet mich dann zum Lager: da ist wirklich ein sehr intakter Karton, nicht nur eine Pappe.
Und er wird sehr fürsorglich, gibt mir tausend Hinweise, worauf ich achten soll, und lässt es sich nicht nehmen, den Karton mit mir zusammen noch bis zur U-Bahnsperre zu tragen....


Das Verpacken ist dann doch nicht so einfach: 
Das Rad ist ein Tuck zu lang selbst nach dem Vorderradausbau; also muss ich die Lowrider noch abschrauben.
Der Sattel samt Stütze ist auch abmontiert im Karton, ebenso die Pedale; die Luft ist aus den Reifen.
Der Lenker ist quergestellt, aber ca 10 cm gucken jetzt durch ein Loch im Karton heraus. Diese 10 cm habe ich abgepolstert; ich hoffe, es hält...








Was bleibt noch übrig? 
Den Trip mit der historischen Straßenbahn habe ich nicht geschafft; mache ich dann im nächsten Jahr.
Gleich verpacke ich noch den Rest (Radgepäck zu einem Gepäckstück machen).
Im Moment sitze ich im kleinen Innenhof und trinke Martini mit vielen Eiswürfeln: ein bisschen Feiern muss sein. Musik in der Nachbarschaft - Fado und Latin - umhüllt meine Ohren. Ein quäkendes Saxophon ist am präsentesten. 
Es ist schön hier!


Montag, 15. Oktober 2018

Lissabon

Montag, 15. Oktober 2018/ Tag 78

Ich habe mich über Kitsch beschwert? Hier kommt die Antwort:

Regen über Lissabon ☔️ 

Heute war ein mittelerfolgreicher Tag:
Heute morgen bin ich zum Minimarket um die Ecke gegangen und habe ein bisschen eingekauft für Frühstück und Abendessen. Die Küche ist sehr gut ausgestattet; hat sogar eine Teekanne!
Dann bin ich runter zum Bahnhof, weil ich da ein Bikeshop verortet habe. Das hat aber Montags geschlossen. Naja, auf die Idee, die Öffnungszeiten auf der Internetseite abzufragen, hätte ich auch vorher kommen können. Die meisten Bikeshops haben Montags geschlossen. Im Bahnhof habe ich dann noch eine 24-Stundenkarte erworben: spannend. Man muss eine Magnetkarte erwerben, auf der das Guthaben bzw die Zeit abgespeichert ist. 
Dann bin ich an der Wasserkante entlang gelaufen, zu einem geöffneten Bikeshop, die jedoch keine Verpackungspappen hatten. Schade, ich hätte das Thema heute gern abgehakt...
Zurück traue ich mich, mit dem Bus zu fahren. Ja, ich sage traue, weil die Benutzung der Öffies in jeder Stadt anders geregelt ist und man als Ausländer manchmal wie ein Trottel davor steht. 
Aber mit dem Sichvertrautmachen der Öffies macht man sich eine Stadt zu eigen und sich unabhängig.

Was ich noch brauche, ist Folie, Blasenfolie und Paketklebeband. Das gibts hier in der Altstadt nicht.
Ich frage Sandra, die hier zwischen 9 und 16 Uhr den Service macht und die Appartements putzt. Die schickt mich zu einem Baumarkt, der 12 U-Bahn Stationen entfernt ist: also fahre ich heute auch noch U-Bahn!
Ich finde mich dann in einer klassischen Shopping Mall amerikanischem Zuschnitts wieder; aber nach einigem Nachfragen finde ich die Sachen.
Falls das mit der Pappe nicht klappt, habe ich jetzt reichlich Alternativverpackungsmaterial...
Auf dem Rückweg bekomme ich dann auch gleich eine Betriebsstörung der U-Bahn mit: die letzte Station gehe ich zu Fuß....

Das gegenüberliegende Ufer des Tejo und auch die berühmte Brücke versinken in Regenwolken.
Heute also keine Fotos.

So kann man auch einen Tag rumbringen. Eigentlich - so meint Diogo, der Manager dieses kleinen Appartementsensembles - müsste es am Flugplatz einen Verpackungsservice geben: recht hat er!

...heute ohne Mond. So geht es, oder?

Sonntag, 14. Oktober 2018

Montijo - Lissabon 11 km


Sonntag, 14.Oktober 2018/ Tag 77/ Ankunft 11 Uhr/ Appartement


am Fährterminal; viel zu früh....

Der Hurrikane ist hier ohne Probleme zu machen durchgezogen: keine Äste sind von den Bäumen gefallen und keine Mülltonnen durch die Straßen gerollt. Weiter nördlich an der Küste ist es heftiger gewesen. Im Fernsehen gestern wurde Figuera - da wo die große Brücke war - als hauptbetroffener Ort vermutet.....

Das Schiff geht um 10.10 Uhr. Ich hatte in meiner Fantasie schon großartige Videos angedacht: Annäherung ans Ziel vom Wasser aus. Leider ist das Schiff ein Katemaran. Das ist wie im Zug: man kann nur drinnen sitzen und durch die Scheibe filmen...... 





Auf dem Schiff habe ich eine schnelle Feundschaft geschlossen mit einem französischen Ehepaar aus Rennes.
Die Uferpromenadenstraße ist autofrei: es ist Marathon in der Stadt.



Blick vom Platz „Largo Santo Estêvão“ 


einmal von dieser fantastischen Aussicht umgedreht:
links an der Mauer ist die Tür zu den Appartements....

Ich bin natürlich zu früh dran: im Appartement ist noch die Putzfrau. Aber ich kann schon mal Fahrrad und Gepäck unterstellen und gehe Kaffee trinken.
Den Schlüssel habe ich schon bekommen.
Ich kann aber noch keine Fotos liefern.

Ich bekomme deutliche Zeichen, dass ich nach Hause zurückkehren soll: die Fahrradhandschuhe sind fast durch und morgen soll es ein regnerischer Tag werden. Ich werde wohl die Regenjacke für meine Streifzüge einpacken müssen. Das unglaubliche Wetterglück ist aufgebraucht.
Morgen Vormittag mache ich mich erst einmal auf die Jagd nach einem Fahrradkarton.....

14 Uhr
Ich schrieb ja schon, dass es sehr aufregend ist, sich in einer Touristenstadt ein Quartier auszusuchen, wenn man die Stadt nicht kennt und nur die Beschreibungen und Bewertungen auf booking.com hat.
Insofern bin ich heute mehr als sehr zufrieden:
In der Altstadt Alfama, klein aber zweckmäßig eingerichtet, Küchenausstattung überdurchschnittlich, schöner Blick vom Schlafzimmerfenster, ein kleiner Patio zur Gemeinschaftsnutzung, nette Betreuung.

Wohnbereich

Aufgang zum Schlafbereich

Blick aus dem Fenster nach rechts....


....und nach links 


Der Patio

Um auf Ullis Kommentar einzugehen (siehe unten):
Ich bin dankbar für ein Fahrrad, das so ohne Zicken diese Tour auf manchmal sehr forderndem Terrain gemacht hat.
Danke, Rudolf Pallesen von Norwid!

19 Uhr
Ich kann mein Glück gar nicht fassen: 
Ich bin ein bisschen rumgestromert: viele Touristen; trotzdem: Wahnsinn diese Stadt! 






Mir wurde etwas kühl: ich kehrte also zurück, um eine Jacke anzuziehen. Da macht das Lokal keine 50 Schritte vom Appartementausgang auf und drei Musiker bieten Fado: ich setze mich rein und bestelle Essen.
Mehr Lissabon geht nicht!




Ich hatte schon in mehreren Romanen gelesen, dass es üblich ist, die Fadodarbietungen in Restaurants anzubieten, während gegessen wird.
(Leider war das Essen nicht gut....) 
Aber trotzdem: heute schon ab Nachmittag das volle Lissabonprogramm: Wahnsinn!

...und jetzt noch dieser Nachthimmel mit Mond!
Jungs und Mädels, jetzt wird’s aber kitschig!

Samstag, 13. Oktober 2018

Hurrikane

Zum Schluss meiner Reise schlägt das Wetter noch einmal Kapriolen: es kommt heute Nacht ein Hurrikan. Das Portugiesische Fernsehen sendet seit Stunden nichts anderes und warnt die Bevölkerung davor, zwischen 23 und 4 Uhr aus dem Haus zu gehen.
Jetzt - um 21.30 Uhr - ist der Regen schon da und es schüttelt die Bäume ordentlich....
Das Fahrrad steht sicher in meinem Zimmer.
Morgen früh - wenn ich meinem WetterApp glauben kann - soll schon alles vorbei sein...
Mal sehen....

Vila Franca - Montijo 51 km

Sonnabend, 13.Oktober 2018/ Tag 76/ Ankunft 15.15 Uhr/ 🏠/ Gesamtkilometer: 3246



der gleiche Blick aus dem Fenster wie gestern, jetzt im Morgenlicht

Als erstes ist morgens wieder mal eine Brücke zu überqueren: ich habe sie ja gestern schon von weitem fotografiert.
Es gibt einen schmalen Fußweg hinter der Leitplanke: ich beschließe, wieder zu schieben. Erst denke ich, ich bin ja ein Feigling; aber das Gedonner der Lastwagen auf der schmalen Fahrspur gibt mir recht. Diese ist die erste Brücke seit Lissabon und damit eine vielgenutzte, wichtige Ost-West-Verbindung. Besonders auf der langen Rampe abwärts fahren die Laster in einer wahnwitzigen Geschwindigkeit...




Danach gibt es bis Porto Alto gottseidank einen breiten Randstreifen. Es geht schnurgeradeaus, bis ich im Ort rechts abbiegen kann, um dann schnurgeradeaus bis kurz bis vor Alcochete zu gehen.

1. Pause: Helga allein auf einem (riesigen) Parkplatz

Diese folgenden 18 km haben alles, was man als Radreisender nicht will:
eintönige, gerade Strecke, viel Verkehr, kein Randstreifen, Wind von vorne.


Obwohl die heutige Strecke nicht so lang ist, versuche ich nicht zu trödeln, denn ab Mittag soll der Wind zunehmen und in Böen sogar Sturmstärke erreichen.

Davon ist jetzt - 12.30 Uhr - allerdings noch nichts zu merken.
Ich gucke noch mal auf die WetterApp: sie haben die Prognose geändert. Jetzt stürmt es nachts und regnet dazu, morgens wieder trocken. So ist es brav! Die geben sich wirklich Mühe mit mir! Ich bin sehr zufrieden!

Erst kurz vor Alcochete wird es interessant: 
Ich komme in Flachgebiete mit Tümpeln und aufgelassenen Salinen: darin Flamingos!


Um 11.48 Uhr bei tkm 37 geht ein Strahlen über mein Gesicht: ich biege in Alcochete um die Ecke zur Wasserfront und sehe mein Ziel auf der anderen Seite des Tejo: Lissabon!




Ich schlendere dann noch durch den alten Kern des Ortes: in der verkehrsberuhigten Zone ein Restaurant neben dem anderen und alle Welt hat sich draußen zum Mittagessen niedergelassen. Ja bin ich denn so anders als die? Also gibt es bei km 39 nun eine ausführliche Pause: es sind ja nur noch ca 14 km bis zum Ziel Montijo...

12. Tag in Portugal und heute das beste Essen.......
....bei einem Inder!









Der Weg über Alcochete ist ein Umweg; für Alcochete hat sich das gelohnt. Vom Rest des Weges hatte ich mir mehr versprochen; immerhin komme ich am Fährterminal vorbei und kann einen Fahrplan abgreifen. Vor dem Terminal ein riesiger Parkplatz für die Pendler: die lassen den Wagen hier stehen und fahren dann mit dem Katamaran rüber. Fahrräder werden umsonst mitgenommen: sehr fair!

Das heutige Hotel ist eine billige Lösung: 30 Euro.
Es liegt in einem Neubaugebiet abseits vom Zentrum.
Es sind Zimmer mit Gemeinschaftsräumen, aber eigenem Bad, mit nicht ständig besetzter Rezeption: ein bisschen tüddelig, weil man telefonieren muss, wenn man im Anmarsch ist. Aber sonst klappt alles prima; sogar meine Flugbuchung kann mir die Rezeptionistin ausdrucken. Und sie besteht darauf, den Ausdruck in eine Klarsichtfolie zu tun! Ich strahle: da sind sich zwei Seelenverwandte begegnet!!😀
Es gibt morgen hier ein Frühstück und dann sind es ca 5 km zum Fährterminal.

FAHRRADBUCHUNG
Eben habe ich noch einmal mit TAP telefoniert. Obwohl mir das wahrscheinlich keiner glaubt, ist telefonieren im Ausland Stress für mich: ich muss mich überwinden. 
Das letzte Mal war die Konversation auf Englisch. Man kann es sich vorstellen, nicht wahr: Portugiesin spricht Englisch, Herbert spricht Englisch; und das am Telefon. Da kann es schon mal Verständnisschwierigkeiten geben; zumindest ist der Adrenalinpegel hoch. Und die wollte auch, dass ich zu meinem Fahrrad gehe und die genauen Abmessungen abnehme: das ging in dem Moment nicht. Sie gab mir dann eine Frist bis Sonntag Mitternacht....
Gut, dass ich ein Maßband mithabe. Ich habe heute Nachmittag also meine Hausaufgaben gemacht.

Heute konnte ich am Telefon mit einer Portugiesin Deutsch sprechen: schon besser. Und die Maße interessierten sie überhaupt nicht. Es ging nur um die Bezahlung per Kreditkarte am Telefon....Ja, so what? Das hätten wir auch schon vor zwei Tagen machen können....
Für das fälschlicherweise zugebuchte 2. Gepäckstück gibt es keine Erstattung, aber ein Voucher, der 1.Jahr lang gültig ist.......