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Dienstag, 14. Februar 2017

Radreisemesse 2017


Radreisemesse 2017


Am Sonntag, den 26.Februar, ist es wieder soweit: das größte Event des ADFC Hamburg – die alljährliche Radreisemesse – öffnet um 10 Uhr ihre Pforten. Das fordert große Ressourcen: 150 ehrenamtliche Mitglieder sind an der Durchführung beteiligt!
Dieses Jahr ist sie an einem neuen Ort: der Alsterdorfer Sporthalle.

Nach einmal Aussetzen im letzten Jahr bin ich auch wieder dabei:
Ich stehe in der Reiseradlergasse zu meinem Thema:
„Radreiseland Frankreich“.

 

Zusätzlich wiederhole ich um 13 Uhr den Film der diesjährigen Sommerreise:
Auf der Deutschlandroute 9 von Fulda bis Augsburg.
Wer also die Langfassung des Films versäumt hat und ihn noch sehen möchte, findet mich dann um 13 Uhr im sogenannten VIP-Raum im Foyer. 






Freitag, 25. November 2016

Film zur Reise

 
 
Der Film zur Reise

Der Film zur Sommerreise ist jetzt online und kann jetzt hier, auf der Videoseite oder bei youtube besichtigt werden. 
Wenn die HD-Qualität nicht automatisch eingestellt wird, kann man in der Fußleiste des Filmfensters das Rädchen anklicken und „720p“ einstellen.


     

Dienstag, 1. November 2016

Filmvortrag

(Bildschirmfoto zum Vergrößern anklicken)

Der Vortrag findet statt in der Geschäftsstelle des ADFC Hamburg, 
Koppel 34-36.

Sonntag, 18. September 2016

von Fulda nach Augsburg


Schlussbericht


Wie üblich folgt jetzt noch ein kleiner Schlussbericht, der die meistgestellten Fragen beantwortet: das sind die Fragen nach Anreise (siehe Post Heimreise: weiter herunterscrollen!), Kosten, Parcour und Trackdaten.


TRACKDATEN sind wie immer in der Dropbox.; Titel: Fulda-Augsburg.
Link zur Dropbox siehe unter Kontakt.


KOSTEN BAHN
Bahncard 25 und Sparpreis incl Fahrradplatz und Sitzplatzreservierung
Hin : 32,25
Rück: 55,50
Die Rückfahrt wäre sicher noch günstiger ausgefallen, wenn ich früher gebucht hätte....


ÜBERNACHTUNGEN
4 x Zelten:     ca 36,00
2 x Hotel:         112,00 incl Frühstück
1 Übernachtung bei Verwandten

VERPFLEGUNG
385,30 Euro
...hier gilt natürlich wie bei jeder Reise, dass man – wenn man sich kostenbewusst verpflegt – noch gewaltig einsparen kann.

DIE STRECKE
Im Einzelnen habe ich das ja schon in den Tagesberichten beschrieben.
Hier also nur noch einmal ein kurze Zusammenfassung für diejenigen, die erwägen, die Strecke nachzufahren:

1.Fulda-Oberzell 44 km
Erst flach entlang der Fulda, dann einige Male eine Talkante hoch; zum Schluss ca 6 km ansteigend zur Wasserscheide (Straße!) 
Danach steil herunter auf Straße mit schlechtem Belag!

2. Oberzell – Zellingen 75 km
Anfangs einige Wechsel der Talkanten, später stetig abwärts im Sinntal. 
Im Maintal immer am Wasser entlang, also flach. Hier viel Betrieb auf dem Radweg

3. Zellingen – Röttingen 67 km
Bis Ochsenfurt immer flach am Wasser entlang, 
danach Aufstieg auf einer Eisenbahntrasse: angenehme Steigung und anschließend wieder Abfahrt ins Taubertal

4. Röttingen – Dinkelsbühl 81 km
Zuerst flach entlang der Tauber, teilweise auf alter Bahntrasse. Ab Creglingen bis Rothenburg an der westlichen Talkante immer hoch und runter: anstrengend, aber landschaftlich wunder-, wunderschön!! 
(Wer das nicht will, kann unten die Straße fahren).
Hinter Rothenburg geht es angenehm weiter auf einer alten Bahnstrasse. 
Später wird das Relief unruhig: es kommen kleine Steigungen dazu. Aber alles gut machbar. 

5. Dinkelsbühl – Nördlingen 44 km
hier muss man über den Kraterrand auf Waldwirtschaftswegen: ständiges Auf und Ab auf unruhigem Untergrund. Geht bis 520 Meter hoch. 
Trotz kurzer Strecke sehr anstrengend mit Gepäck. Kaum Einkehrmöglichkeiten.
Alternative: entlang der Wörnitz; braucht zusätzliche 14 km.

6. Nördlingen – Donauwörth – Eggelstetten 49 km
angenehmer Parcour jetzt auf von Autos kaum befahrenen Straßen, später im Tal der Wörnitz. 
Nur hinter Harburg ist eine kurze Talkante zu erklimmen. Später auf alter Eisenbahntrasse bis nach Donauwörth hinein.
Danach flache Ebene.

7. Eggelstetten – Augsburg 48 km
flach: entlang des Lech auf einem wasserbegleitenden Pfad bis nach Augsburg hinein.
Fester Sandweg in unterschiedlicher Qualität.

VORSCHAU:
am 24. November 2016 werde ich in der Geschäftsstelle des ADFC Hamburg einen Film zu dieser Reise zeigen zusammen mit einem Film über die Dänemarkreise 2014.
 

Dienstag, 6. September 2016

Heimreise


Heimreise

Um 12.30 kann ich (nach einem ausgiebigen Frühstück) in meinen Zug nach Hause steigen.
Es ist wieder der IC (2082) Königssee, jetzt aus Berchtesgaden, der mich auf der Hinfahrt auch schon nach Fulda gebracht hat. Das Wunderbare an dieser Verbindung ist, dass er mich ohne Umsteigen nach Hamburg zurückbringt. Er hat in zwei Wagen Fahrradplätze; ich schätze mal so 20 bis 22 plusminus.
Da der Zug in Augsburg mit dem IC aus Oberstdorf zusammengekoppelt wird, ergeben sich in jenem Zugteil noch weitere Fahrradplätze....und viel Zeit beim Einsteigen.
Aber Vorsicht: dies ist auf dieser Linie die einzige Nord-Süd-Verbindung ohne Umsteigen. Das wissen auch andere Radfahrer und die Plätze sind in der Fahrradsaison schnell ausgebucht. Ich wollte eigentlich schon Montag zurückfahren: da war aber schon keine Fahrradplatzreservierung mehr zu bekommen. Ich bin dann auf den Dienstag gegangen.
Also: frühzeitiges Buchen sichert hier die tolle Verbindung mit den Fahrradplätzen ohne Umsteigen und einen günstigen Preis.

        

Montag, 5. September 2016

Eggelstetten- Augsburg 48 km

In der Nacht gab es zwei Schauerstaffeln mit dem angekündigten Temperatursturz. Bis 22 Uhr konnte ich in dem modernen Aufenthaltsraum sitzen und mich mit zwei netten Radlern aus Bocholt unterhalten.
Danach hieß es jedoch: hinaus ins feindliche Wetter. Ich schlief gut, bis (in großen Anständen) einzelne Wassertropfen meine Stirn benetzten. Nein, das war nicht die chinesische Wasserfolter, sondern das Kondenswasserproblem meines Zeltes: die Belüftung ist einfach nicht ausreichend und der Gazestoff (Meshgewebe) des Innenzeltes hält die Kondenswassertropfen nur schwer zurück... 
Ich musste meinen Kopf umlagern und ein Handtuch an die Tropfstelle legen.
Danach schlief ich - wenn auch etwa beunruhigt - weiter. Gegen Morgen hörte der Regen auf und die Sonne kam heraus. Gewitter und Starkregen waren nicht dabei.
Soweit zum "Wetterbericht"; spielt ja beim Zelten immer eine große Rolle!
 




Um 7 Uhr stehe ich auf: ich hatte genügend geschlafen und packe das Zelt naß ein.
Um 8 Uhr gibt es Kaffee aus dem Automaten im Aufenthaltsraum und zwei
Energieriegel aus meiner Notration. Und so verlasse ich diesen gastlichen Zeltplatz.
Die nächsten beiden Dörfer haben keinen Bäcker. Ich fahre dann direkt zum Lech durch, der mich die ganze Strecke nach Augsburg leiten wird.
Der Lech ist hier, was ich einen kastrierten Fluß nenne: zwecks Energiegewinnung ist er in regelmäßigen Abständen aufgestaut und mit hohen Dämmen gesichert. Ich habe dann teilweise keine Sicht auf den Fluss während meines Radelns. Aber es ist trotzdem schön: ich pedaliere motorverkehrsfrei auf dem Kanal"Betriebsweg", rechts von mir der Urwald der Auenlandschaft, über mir laut trompetend eine Formation Kraniche.


Später - am "Lechspitz" - teilt sich der Strom in einen Kanal, der das meiste Wasser führt, und in das ursprüngliche, nun naturbelassene Bett des Lech auf.
Der Lech führt nun wenig Wasser und es bilden sich Geröllbänke, die das Brutgebiet des Flussregenpfeifers sind, einer geschützten Art.



Bei tkm 16 kann ich ein Dorf ansteuern, das einen Bäcker hat.
Später noch steuere ich folgendes Dorf etwa abseits des Flusses an:

Und nach einem Intermezzo - einem Nickerchen auf einer Bank - laufe ich um 14 Uhr pünktlich die Adresse meines Cousin Carsten in Augsburgs Innenstadt an.
Jetzt kommt das übliche Procedere: Duschen und das Zelt und weitere nasse Sachen ausbreiten zum Trocknen.
Und danach bin ich bereit für einen ausführlichen Stadtgang mit Carsten.


 

















                  die Fuggerei, die älteste Sozialsiedling der Welt












                      





Morgen geht es wieder heim. Ein Schlussbericht wird noch folgen.




Sonntag, 4. September 2016

Nördlingen - Eggelstetten 49 km

Das JuFa Hotel habe ich ja als bessere Jugendherberge bezeichnet: das bezieht sich auf die Einrichtung und das Publikum. Ansonsten ist alles tippitoppi! Überaus gepflegt und sehr gut organisiert.

Nach dem Frühstück im Speisesaal breche ich um 8.15 Uhr auf. Ich will mich ein wenig sputen, um nicht in den Nachmittagsregen zu kommen.
Noch einmal kurve ich durch die sonntäglich ruhige Altstadt und verlasse Nördlingen Richtung Südost.


Heute geht es meist auf kleinen Nebenstraßen oder einem sehr breiten, straßenbegleitenden Radweg. Ich habe die Straße fast für mich allein!



Abkürzung auf einem Steig über die Wörnitz



Mit neu erwachtem geologischen Interesse, aber auch radfahrerlichem Respekt betrachte ich die bewaldeten Kraterrandberge und frage mich, ob ich die Karte richtig interpretiert habe.
Aber ich habe Glück: die Route läuft parallel zum Kraterrand und führt mich zur Wörnitz, die freundlicherweise für mich einen Durchbruch durch die Berge gegraben hat.
Und das ist auch gut so, denn ich habe heute einen ausgesprochen lahmen Tag. Bei einer mehr als einwöchigen Radtour wäre spätestens heute ein Ruhetag fällig geworden!

Bei Harburg (tkm 24) gibt es eine schöne Pause.






Später hinter Harburg - den Kraterrand habe ich hinter mir und es geht abwärts...



....Richtung Donauwörth - benutzt die Route wieder eine alte Eisenbahntrasse.


Bei tkm 39 bin ich an der Donau in Donauwörth. 

Hier fallen erste, vereinzelte Tropfen und gemahnen mich, weiterzufahren. Die Donau wird überquert und das Terrain verändert  sich: es wird bretteben.
Ich glaube, es heißt Lechfeld. 
Von Norden jagen mich dunkle Wolken
Bei der Vorbereitung der Reise hatte ich in Donauwörth einen Campingplatz gesucht; da hatte ich aber nichts gefunden außer diesem hier in Eggelstetten. 
Ankunft: 13 Uhr
Der liegt mitten in der Pampa an einem kleinen See, in der Nähe eine Autobahnabfahrt. Ich habe mir also wenig erwartet; eher viel Wohnmobil- und Wohnwagendurchreiseverkehr.
Aber ich wurde angenehm überrascht:
Der kleine See, indem ich gleich ein erfrischendes Bad nehme, hat an einem Rand neugebaute, stylische Hütten, ein völlig neues Waschhaus und einen Aufenthaltsraum, der signalisiert: wir freuen uns auf Dich als Gast. Dazu eine Zelterwiese, die - oh welch ein Glück!! - zwei wenn auch wackelige Unterstände bietet. Wenn jetzt beim angekündigten Gewitter ein Starkregen kommen sollte, bin ich halbwegs geschützt!
Wunderbar!

Und dann: der Platzwart ist sehr nett und erzählt mir, dass der Campingplatz so eine Art Hobby von ihm sei; er hätte ein Baugeschäft. 

Ich sitze also gerade im Aufenthaltsraum und nutze das kostenfreie W-Lan!

Jetzt habe ich viel Zeit. 
Glück habe ich auch insofern, dass es hier einen Golfplatz gibt, sodass sich daneben ein italienisches Restaurant rentiert. Also: auch zu Essen gibt es hier mitten in der Pampa!
Nur mit dem Frühstück morgen früh wird es schwierig werden.

Morgen die Abschlussetappe nach Augsburg geht am kanalisierten Lech entlang - quasi auf einem Treidelpfad - und ist entsprechend bretteben.